PING PONG
The Impossibility of Controlling 2.7 Grams of Plastic
Tennis kam im 19. Jahrhundert auf den Tisch. Dem englischen Wetter überdrüssig verlegten die Herren der gehobenen Gesellschaft ihr Spielfeld kurzerhand auf den eibenen Esstisch und spielten drinnen weiter. Aus der Not geboren fand die Idee rasch eine grosse Anhängerschaft: Nicht nur blieben die feinen Westen jetzt trocken und die Hausbar stets in Griffweite, sondern auch das Gekreische der zuschauenden Damen, wenn wieder eine Vase unter dem überhastet zur versuchten Punktrettung gehechteten Gentleman krachend zerbarst, etablierte das Spiel als leichtherziges Vergnügen. So ähnlich lautet zumindest die Dandy-Version der Entstehungsgeschichte. Als Sportart mit philosophiegeschichtlichem Unterbau lässt sich Pingpong dagegen bis ins alte Indien zurückverfolgen, wo das Hin und Her des Balls den einen oder anderen Yogi in erkenntnisschwangere meditative Versenkung versetzte. Das symmetrische Spielbrett und der onomatopoetische Name weisen auf den fernöstlichen Gedanken der gegenseitigen Abhängigkeit bei gleichzeitiger Rivalität. Im Spannungsfeld zwischen Vergnügen und Kontemplation, Ost und West, Ping und Pong setzen sich Awst/Walter, Farré/Cerkasova, Hanspeter Hofmann, Juliana Irene Smith, Küng/Caputo und Johannes Willi mit der Unmöglichkeit auseinander, 2.7 Gramm Plastik zu kontrollieren.
Den Sommer über wird der Hinterhof Offspace zum Ping Pong Club. Gleichzeitig mit der Dachterrasse eröffnen wir am 4. Mai 2012 das Spiel – neu stellen nicht nur die Gegenspieler sondern auch die Tische die Herausforderung.
Mit dabei sind:
Kueng/Caputo - Juliana IrèneSmith - Awst/Walther
Farré/Cerkasova - Johannes Willi - Hanspeter Hofmann
Vernissage: 4. Mai 2012 ab 19:00 Uhr
Ausstellungsdauer: 5. Mai bis 11. August 2012
Öffnungszeiten
Dienstag bis Samstag ab 17.00 Uhr